
In der Endoprothetik entscheidet sich die Hälfte des Ergebnisses im Operationssaal und die andere Hälfte in den anschließenden Übungen und Gewohnheiten. Dieser Ratgeber fasst die dabei am häufigsten gestellten Fragen zusammen.
Dieser Ratgeber dient der allgemeinen Information. Der Heilungsverlauf ist von Person zu Person und je nach angewandter Technik unterschiedlich. Maßgeblich ist der Plan Ihrer behandelnden Ärztin oder Ihres behandelnden Arztes; die Angaben hier ersetzen diesen nicht. Genannte Zeiträume dienen lediglich der Orientierung.
Im Krankenhaus und in der ersten Woche
- Frühes Aufstehen und Gehen ist in der Endoprothetik das übliche Vorgehen.
- Gehwagen oder Unterarmgehstützen werden für den von Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt festgelegten Zeitraum genutzt.
- Pumpübungen für das Sprunggelenk und Atemübungen sollten regelmäßig durchgeführt werden.
- Kühlen hilft, Schwellung und Schmerzen zu verringern.
Die Wohnung vorbereiten
- Beseitigen Sie Sturzgefahren wie Teppichkanten, Kabel und rutschige Böden vorab.
- Bringen Sie häufig benötigte Gegenstände auf Hüfthöhe.
- Nutzen Sie im Bad einen Haltegriff und eine rutschfeste Matte.
- Wählen Sie einen hohen, stabilen Stuhl; sehr niedrige Sitzmöbel sind ungünstig.
Beweglichkeit zurückgewinnen
Zu den wichtigsten Zielen nach einer Prothese gehören die vollständige Streckung (Extension) des Knies und eine ausreichende Beugung. Regelmäßiges Üben ist entscheidend, um einer bleibenden Steifigkeit vorzubeugen. Ihr Programm legt Ihre Ärztin, Ihr Arzt oder Ihre Physiotherapie fest.
Thromboserisiko senken
- Nehmen Sie den verordneten Blutverdünner ohne Unterbrechung ein.
- Gehen Sie über den Tag verteilt regelmäßig kurze Strecken.
- Sitzen Sie nicht lange mit übereinandergeschlagenen Beinen.
- Melden Sie einseitige Wadenschmerzen und Schwellung Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.
Langfristige Gewohnheiten
- Das Körpergewicht beeinflusst die Belastung der Prothese unmittelbar.
- Gelenkschonende Aktivitäten wie Gehen, Schwimmen und Radfahren sind in der Regel geeignet.
- Laufen, Springen und Kontaktsportarten werden eingeschränkt.
- Nehmen Sie Ihre Kontrolltermine auch ohne Beschwerden wahr.
Wann Sie unverzüglich ärztliche Hilfe suchen sollten
- Fieber über 38 °C oder Schüttelfrost
- Zunehmende Rötung, Überwärmung oder Sekretion an der Wunde
- Zunehmende, mit Schmerzmitteln nicht kontrollierbare Schmerzen
- Einseitige Schmerzen, Schwellung und Druckempfindlichkeit in der Wade
- Atemnot oder Brustschmerzen
- Plötzliche Fehlstellung oder Funktionsverlust im Operationsgebiet
Diese Anzeichen erfordern eine dringende Abklärung. Außerhalb der Sprechzeiten wenden Sie sich an die nächste Notaufnahme.
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Die Angaben auf dieser Seite dienen der allgemeinen Information und ersetzen nicht die individuellen Anweisungen Ihrer Ärztin oder Ihres Arztes. Fragen Sie bei Unklarheiten stets nach.
